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Brautradition und Bierkultur

Der Höchstadter Kellerberg, ein unter Denkmalschutz stehendes unterirdisches Labyrinth von Stollen, Gängen und Lagerkellern, ist untrennbar mit der Bier- und Braukultur von Höchstadt verbunden. Schon im Jahre 1410 wurde den Höchstadter Bürgern vom Bamberger Bischof erstmals die Befugnis erteilt, Bier zu brauen, zu verkaufen und auszuschenken.

Nach dem sogenannten „Altbraurecht“ durfte Bier nur aus selbst angebauter Gerste zwischen dem 29. September (Michael) und dem 23. April (Georg) gebraut werden, sofern eine geeignete Lagermöglichkeit (im Felsenkeller) bestand. Denn bei der Bierherstellung stellt die kühle Lagerung einen ganz entscheidenden Faktor dar. Damit boten sich die kühlen Keller im Norden der Stadt als idealer Ort für den Haustrunk geradezu an.

In einem Dekret des Bamberger Bischofs, Johann Philipp von Gebsattel, forderte er 1604 die Höchstadter Bürger auf ein „Communbrauhaus“ zu errichten, um die Feuergefahr in den Bürgerhäusern, die ja auch Braustätten waren, zu bannen.

Fortan durfte nur noch in diesem Brauhaus gebraut werden. Die Bürger holten dort ihr Bier ab und brachten es zum Lagern und Reifen in die Sandsteinkeller, die sie in mühevoller Handarbeit in den Fels gehauen hatten.

Blick in die Keller unter dem "Mühlstüberl"


Die Entstehung der Anlage

Der genaue Beginn der Kellergrabungen in Höchstadt ist nicht überliefert. Allerdings wurden bereits 1698 in einer Urkunde zwölf Kellerbesitzer erwähnt. Eine Visitation der Anlage im August 1752 ergab, dass schon 44 Felsenkeller vorhanden waren. Diese lagen unter großen Laubbäumen, welche im Zuge der ersten Kellergrabungen angepflanzt wurden. Sie dienen auch heute noch der Beschattung der Keller.

Die Höchstadter Kelleranlage im Norden der Stadt hat insgesamt 26 Eingänge. Über Treppen, den sogenannten Kellerhälsen, gelangt man hinab in sich verzweigende Stollen und Gänge. Teilweise ist die Kelleranlage mehrstöckig aufgebaut und weitverzweigt. Alle heute noch zugänglichen Keller zusammengenommen sind über 2000 m lang. Früher sollen sie fast doppelt so lang gewesen sein.

Die meisten Keller wurden von den ortsansässigen Hausbrauern angelegt. Ein kleiner Teil der Keller wurde von den hiesigen Brauereien in den Fels gehauen.











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