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Das Morgon-Bier

Der Petersbecks-Keller am 15. September 2012

...zum 10. Mal rauchten unsere Sudkessel.
Freudig erregt hatten sich unsere Vereins-Brauer versammelt, um den diesjährigen Martini-Bock zu brauen, frei nach dem Motto:

Hopfen und Malz - Gott erhalt's


Malz von der Klostermalz Frauenaurach, feinster Aromahopfen aus der Hallertau und das klare Kellerbergwasser wurden mit viel Liebe gemaischt, gerührt, geläutert und gekocht.


Als i-Tüpfelchen kam kurz vor Kochende der Vereinseigene Hopfen zum Einsatz, der unserem malzaromatischen Bier eine angenehm aromatische Note beisteuert. Zwei Liter Hefe von der Kitzmann’schen Brauerei bekamen den Auftrag unseren Sud wieder in ein wohlschmeckendes Bier zu verwandeln. Wir sind sehr zuversichtlich!


Gut Sud!


Immer wieder wurde nach der Stammwürze gefragt: wie kommt sie eigentlich ins Bier und was bewirkt sie – Wolfgang Pflügner wollte es ganz genau wissen.

Er hat unseren Gesprächen aufmerksam gelauscht und den Brautag lyrisch in Worte gefasst:

Das Morgon-Bier oder der 10. Sud

Wie kommt die Stammwürze ins Bier?

Am Morgon, zwischen 9 und 10
hab ich mich einmal umgesehn
Dort bei dem Kellerbergverein
Denn Samstag sollte Brautag sein

Zwei Bottiche und auch ein Tisch
Drei Leut´, der Blick noch net ganz frisch
Die standen dort am Platz herum
Die Leut´war´n laut, der Rest war stumm

Die Braukunst wollte man mir zeigen
Und schon begann der Brauerreigen
ins warme Wasser kam viel Malz
noch ohne Hopfen - Gott erhalt´s

Dass beides man zusammenführt
Ward nichts geschüttelt, doch gerührt
So mischte man fidel und munter
Das Malz dem warmen Wasser unter

Beim Wasser zu Beachten sei
Und dieses ist nicht Einerlei
Dass man den dunklen Gerstensaft
Auch nur mit dunklem Wasser schafft

Die Wärme ständig angehoben
Mal zwischendurch den Rührer loben
Blieb man stets wach, hat nie gedöst
Und den Zucker aus dem Malz gelöst

Der ganze heiße Maischebrei
Kam dann noch in a Fass hinei
Und lief dort langsam durch a Sieb
Weil’s in dem Fass net drinnen blieb

Man schrieb auch ohne groß Geschwafel
Verschwörungssprüche auf ne Tafel
NGa5 und auch Wa8
Was nur dem Brauer etwas sacht

Ja aus dem Fass - man glaubt es kaum
Lief dann fast Bier, ganz ohne Schaum
Das musste man noch mal erhitzen
Denn gutes Bier muss mehrfach schwitzen

Ich fing dann ganz laut an zu schrein
„Wann kommt die Stammwürze hinein?“
denn ohne Würze von ´nem Stamm
schmeckt jedes Bier nur öd und klamm

Da musst du einen Hobel nehmen
Tat ich den Braumeister vernehmen
Und hobelst dir ganz frisch und munter
Dort von dem Stamm ganz schnell was runter

Aus der privaten Hallertau
Hat man ganz ohne große Schau
Den guten Hopfen noch gepflückt
Und dann den Sud damit bestückt

Zum Kochen hat man´s dann gebracht
Und ich hab mir dabei gedacht
Des sieht doch wirklich oh welch Graus
Wie Hopfenblütentee jetzt aus

6 Wochen muss das Bier jetzt ruhn
wir können gar nichts andres tun
als warten voller Lust und Gier
auf dieses leck´re Morgon-Bier

von Wolfgang Pflügner

Auch die "Nichtbrauer" machten sich nützlich


- Peter Ross -











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