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Bamberger Katakomben

Dass neben dem Höchstadter Kellerberg noch andere Höhlen existieren, wussten wir ja schon, aber das Bamberger Stollensystem sollte ebenfalls sehr sehenswert sein, erklärte uns der Bernd und schlug vor, die Bamberger Stollenanlagen zu erkunden.

Einverstanden - am 11. April fuhren wir nach Bamberg und besuchten die Bamberger Katakomben.

Zu Beginn wurden wir ermahnt stets zusammen zu bleiben, denn es passiert öfters, dass sich jemand verläuft und alleine nicht mehr den Ausgang findet, so jedenfalls warnte uns augenzwinkernd der Stollen-Führer Manfred Müller.


Er führte uns durch ein 55.000 Quadratmeter großes unterirdisches Sandstein-Labyrinth von Gängen und Hallen. Diese alte Stollenanlage unterhöhlt Bamberg wie ein Schweizer Käse, teilweise in drei Stockwerken. An der tiefsten Stelle standen wir 70 Meter unter der Erdoberfläche. Man musste schon sehr konzentriert durch hüfthohe Durchgänge, mysteriöse Treppen und gespenstische Seitengänge steigen, die nur durch unsere mitgebrachten Taschenlampen erhellt wurden.

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Stollen auch als Luftschutzkeller für bis zu 20.000 Bamberger. Firmen wie Bosch, Siemens und Wieland produzierten hier kriegswichtige Güter.

Plötzlich standen wir in einem Raum, unter dem eine gruselige, eineinhalb Meter hohe Knochenschicht gefunden wurde, die noch aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammt, als Bamberg von Pest und Cholera heimgesucht wurde.

Die ersten Stollen wurden aber schon im 11. Jahrhundert mit Hammer und Meißel ausgehöhlt. «Eine mörderische Arbeit«, so Müller. Aber auch eine einträgliche. Die Bamberger verkauften den geförderten Keupersandstein vor allem als natürliches Putz- und Scheuermittel. Später dienten die Stollen als Speisekammern und Weinkeller, bevor sie die ehemals 65 Bamberger Brauereien als billige Kühlkammern entdeckten.

Wie durch Zufall führte uns der Weg nach der Führung zum nahe gelegenen Spezial-Keller, der geistigen Stärkung sollte nun die jetzt dringend benötigte leibliche Stärkung folgen.

Was jetzt kam ist geheim, soviel kann aber verraten werden: es hat großen Spaß gemacht

- Peter Ross -











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